Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Feldgrille

Gryllus campestris

Foto: Walter Sage

Foto: Walter Sage

Die Art

Wer kennt es nicht, das Zirpen der Grillen auf der Wiese? Ihr Gesang gehört zum vertrauten Sommer-Klangbild unserer Landschaft. Aber wer hat schon mal eine Grille gesehen?

Die Feldgrille gehört zu den Heuschrecken. Im Gegensatz zu vielen der 80 heimischen Heuschreckenarten kann sie nicht fliegen, ist dafür aber ein flinker Läufer. Die Tiere graben 10 bis 20 cm tiefe und zirka 2 cm breite Röhren in die Erde. Nur die geschlechtsreifen Männchen sind zu Lautäußerungen fähig und zirpen von Mai bis Juli.

Weil Grillen sehr scheu sind, beenden sie schon bei den ersten Annährungsversuchen ihren Gesang um, soweit man sich ruhig verhält, von neuem zu beginnen.

Lebensraum:
Magerrasen
Größe:
ca. 20 mm
Besondere Merkmale:

Lautes Zirpen

Ökologie:

Die Feldgrille liebt warme, sonnige und trockene Hänge, Rasen und Felder, Kiesgruben und Heiden. Das sind Lebensräume, die blütenreich sind und die von Gebüschen freigehalten werden müssen, damit sie nicht zuwachsen. Zum Beispiel, indem dort Weidetiere die Flächen offen halten oder die Wiesen gemäht und nicht gedüngt werden. Darum kümmert sich der Landschaftspflegeverband im Landkreis Altötting. Er hat die Flächen im Blick, schaut nach gefährdeten Tieren und Pflanzen, wie der Feldgrille und lässt die Fläche dann genau nach den Bedürfnissen dieser schützenswerten Arten von Landwirten pflegen.

Schutzstatus:
Rote Liste Bayern 3

Die Meisterin im Wiesenkonzert

30 Schulklassen führte der Landschaftspflegeverband Altötting auf Wiesen und Weiden im Landkreis. Sie lernten dort, dass man eine artenreiche Wiese nicht nur sehen, sondern auch hören kann. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass die Wiesen gemäht oder beweidet werden müssen, um die Wiesenbewohner, wie die Feldgrille zu erhalten. Durch die Aktivitäten des Landschaftspflegeverbands im Projektjahr, zu denen auch eine Ausstellung und eine Bestimmungsaktion von Insekten mit Lichtfallen gehörten, konnte der LPV vier Hektar neue Pflegeflächen hinzugewinnen und kann damit die Lebensbedingungen der Grille wesentlich verbessern.

Am Burghauser Burgberg, wo der Landschaftspflegeverband ein Beweidungsprojekt mit Schafen und Ziegen initiiert hat, wurde die Vielfalt des Lebensraums über eine Kartierung von Insekten erfasst. Dabei wurden neben der Zauneidechse und der Feldgrille 120 Schmetterlingsarten gefunden.

Projektstandort:
Altötting
Kampagnenjahr:
2012

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Kontakt

Landschaftspflegeverband Altötting
Reinhard Klett

Bahnhofstrasse 38
84503 Altötting

Tel: 08671/502-702
klett@lpv-altoetting.de

www.lpv-altoetting.de