Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Gelbbauchunke

Bombina variegata

Fotos: Anette Lafaire

Fotos: Anette Lafaire

Die Art

Der Gelbbauchunke sollte man tief in die Augen schauen, dann geht einem das Herz auf: Die Pupillen der Gelbbauchunke sind herzförmig. Ihren Namen hat sie allerdings von der auffälligen gelb-orangenen Warnfärbung des Bauchs. Durch ihre unscheinbar gefärbte Oberfläche ist sie gut getarnt und schwer zu finden.

Lebensraum:
Gewässer
Größe:
ca. 35-45 mm
Besondere Merkmale:

Herzförmige Pupille, gelb-orange gefleckter Bauch

Ökologie:

Ihr ursprünglicher Lebensraum sind Bach- und Flussauen, heute nimmt sie aber auch mit Ersatzbiotopen, wie Traktorspuren, Pfützen und Abbaustellen vorlieb. Diese müssen vegetationsarm und frei von konkurrierenden Arten und Fressfeinden sein. Sie gilt damit auch als eine Pionierart, die schnell neu entstehende Wasserstellen besiedelt. Durch die schnelle Erwärmung der kleinen und flachen Gewässer können sich Laich und Larven schnell entwickeln. Trotz dieser Eigenschaft und ihrer Toleranz ist sie stark gefährdet.

Schutzstatus:
Stark gefährdet, Rote Liste 2; Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Anhang II und IV

Neue Stadtbewohner stellen sich vor: Familie Bombina

Wo die Gelbbauchunke auftaucht, muss sie geschützt werden. In der Stadt Rötz im Naturpark Oberer Bayerischer Wald hat die Gelbbauchunke in einem ehemaligen Steinbruch einen neuen Lebensraum gefunden. In Fahrspuren und Vertiefungen sammelt sich Wasser, das die Gelbbauchunke zum Laichen nutzt.

Die ARGE Landschaftspflegefonds im Landkreis Cham engagiert sich daher gemeinsam mit dem Naturpark den Lebensraum und die Gelbbauchunke in Rötz zu erhalten. Drei Briefe schickte die ARGE im Laufe des Projekts an jeden Haushalt in Rötz, in denen sich die Gelbbauchunke direkt an die EinwohnerInnen mit der Bitte um Rücksicht wendet. Um die Situation in einer Sandgrube schnell zu verbessern, ließ die ARGE Mulden baggern, Flächen entbuschen und zwei Betonbecken einbauen. Durch den Einsatz der freiwilligen Feuerwehr konnten die Mulden und Becken auch während der regenarmen Zeit mit Wasser gefüllt werden. Mit der Mittelschule führte die ARGE einen Forschertag durch und ließ gemeinsam mit der Kunstschule eine Unkenskulptur entstehen. Im Rahmen des Ferienprogramms fanden auch Veranstaltungen mit dem Katholischen Frauenbund statt.

Projektstandort:
Stadt Rötz
Kampagnenjahr:
2017

Bildergalerie

Kontakt

Arge Landschaftspflegefonds im Landkreis Cham
Rachelstraße 6
93413 Cham

Tel.: 09971/78-386
anette.lafaire@lra.landkreis-cham.de