Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Großer Brachvogel

Numenius arquata

(c) Werner Witte_CC BY-NC 2.0 via flikr

(c) Werner Witte_CC BY-NC 2.0 via flikr

(c) Peter Roggenthin

(c) Peter Roggenthin

Die Art

Der Große Brachvogel ist einer unserer größten bodenbrütenden Wiesenvögel und eine typische Art des Offenlandes. Wie sein Name schon sagt, war er früher vor allem auf wenig oder ungenutztem Land wie Mooren, Ödländern und Nasswiesen zu beobachten. Dort brütete er seine Küken in Nestern auf dem Boden aus. Heute nimmt er auch mit Lebensräumen wie schonend genutzten Mähwiesen vorlieb. Mit seinem Federkleid ist er auf den Wiesen gut getarnt und kaum zu sehen. Häufig erkennt man ihn nur an seinem Ruf. Die Stimme ist ein lauter, sehr melodisch klingender, wehmütiger Ruf, der wie "kuri li" klingt.

Lebensraum:
Wiese
Größe:
Bis zu 60 cm
Besondere Merkmale:

Langer und stark nach unten gekrümmter Schnabel

Ökologie:

Der Große Brachvogel nutzt – wie viele andere Wiesenbrüter – ausgedehnte, feuchte Wiesen oder extensiv genutztes Grünland als Bruthabitat. Als typischer Bodenbrüter errichtet er sein Nest in lichter Vegetation in Bodenmulden. Zur Nahrung zählen Kleintiere des Bodens: Würmer, insbesondere Regenwürmer, Insekten und deren Larven, Schnecken, kleine Amphibien, aber auch Sämereien. Abgesenkter Grundwasserspiegel und zu trockene Witterung führen zur Austrocknung der oberen Bodenschicht was Engpässe in der Nahrungsversorgung bedeutet. Daher sind Feuchtwiesen und nassere Wiesenmulden in seinem Lebensraum von großer Bedeutung.

Schutzstatus:
Rote Liste Bayern 1: Vom Aussterben bedroht; EU-Vogelschutzrichtlinie Anhang 1: besondere Schutzgebiete sind zu schaffen

I bin da Brachvogl und do bin i dahoam

 

Seit über 25 Jahren kümmert sich der Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau um die geschützten Wiesenbrütergebiete des Isartals, indem er mit den Landwirten die Wiesenmahd abspricht, Wiesen wieder vernässt und die Bestandszahlen der Wiesenbrüter im Auge behält. Doch außerhalb der geschützten Gebiete hat es der Große Brachvogel schwer, denn ungestörte Wiesen gibt es kaum. Zudem verschwinden durch die Siedlungsentwicklung immer mehr Feuchtwiesen. Der LPV will daher mit dem Projekt die Bevölkerung auf den Großen Brachvogel als Mitbewohner der Flusstäler aufmerksam machen. Mit einem Schulwettbewerb, Führungen und einem Kinderbuch soll der Brachvogel im Landkreis präsenter werden. Gemeinden, die sich besonders engagieren erhalten Brachvogel-Skulpturen, die von Berufsschülern angefertigt werden. So soll der UrEinwohner zukünftig im Landkreis eine bessere Heimat haben.

Projektstandort:
Eichendorf, Frontenhausen, Gottfrieding, Landau, Mamming, Marklkofen, Moosthenning, Pilsting, Reisbach, Wallersdorf
Kampagnenjahr:
2017

Bildergalerie

Kontakt

Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau
Obere Stadt 1
84130 Dingolfing

Tel: 08731/87-377
sabine.hagn@landkreis-dingolfing-landau.de
jochen.spaeth@landkreis-dingolfing-landau.de