Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Trollblume

Trollius europaeus

Trollblumen. Bildautorin: A. Rieblinger, LPV Aichach-Friedberg

Trollblumen. Bildautorin: A. Rieblinger, LPV Aichach-Friedberg

Trollblumen. Bildautorin: A. Rieblinger, LPV Aichach-Friedberg

Trollblumen. Bildautorin: A. Rieblinger, LPV Aichach-Friedberg

Die Art

Die Trollblume ist eine gelbblühende mittelgroße Pflanze, die feuchte und auch nasse Standorte liebt. Die Blütenform ist rund und kugelig wie eine Perle. Die kugelrunde Form und das satte gelb haben der Trollblume eine Vielzahl an verschiedenen Bezeichnungen wie Kugelranunkel oder Butterblume eingebracht. Ursprünglich leitet sich der Name vom althochdeutschen Wort „troll“ für „kugelrund“ ab. Die leuchtend gelbe Blütenfarbe ist von Mai bis Juni schon von weitem gut zu erkennen. Weil die Trollblume leicht giftig ist, wird sie von Weidetieren meist nicht gefressen.

Lebensraum:
Feuchtwiese
Größe:
Bis zu 60 cm
Besondere Merkmale:

Die Blüten bestehen aus zwei unterschiedlichen Schichten. Im Inneren befinden sich mehrere Nektarblätter, die von 10 – 15 Blütenblättern eingebettet sind. Alle Blütenblätter bilden eine dichte Kugel, so dass nur kleine Insekten die Blüte bestäuben können.

Da die Trollblume Vitamin C enthält wurde sie früher als Mittel gegen Skorbut eingesetzt. Das ist aber nicht zu empfehlen, da die Trollblume giftig ist und zudem weder gepflückt noch auch aus der Natur entnommen werden darf.

Ökologie:

Feuchtwiesen waren früher für die Streu- und Futtergewinnung weit verbreitet. Durch diese ursprüngliche Nutzung sind Lebensräume für die Trollblume entstanden. Würde man die Feuchtwiesen nicht mehr mähen, wird die Trollblume von anderen Gewächsen verdrängt und verschwindet. Für die Pflanze ist es wichtig, dass nicht zu früh gemäht wird, so dass diese ausreichend Zeit hat Samen zu bilden, die sich selbst und durch den Wind ausstreuen.

Schutzstatus:
Rote Liste Bayern 3

Die Trollblume – eine Perle in der Kulturlandschaft im Wittelsbacher Land

Die Trollblume wächst noch vereinzelt im Landkreis Wittelsbacher Land. Der Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg e. V. sorgt dafür, dass an geeigneten Stellen nachgezogene Trollblumen gepflanzt werden und zum richtigen Zeitpunkt gemäht wird, nämlich erst nachdem die Pflanze ihre Samen gebildet hat. Mit einem Wiesenerkundungskoffer kann der Lebensraum der Trollblume und ihre Besonderheiten genauer untersucht werden. Darüber hinaus zeigt der LPV Aichach-Friedberg die Ausstellung „wild, bunt und voller Wunder“ und ergänzt diese durch eine eigene Trollblumenstation, die dann auch bei Gemeinden zu Gast sein wird. Auch soll die Abbildung von Trollblumen eine Maibaumtafel schmücken. Damit will der LPV die Trollblume einem breiten Publikum bekannt machen.

Projektstandort:
Schiltberg, Sielenbach, Adelzhausen, Hollenbach, Inchenhofen, Pöttmes, Friedberg
Kampagnenjahr:
2019

Bildergalerie

Kontakt

LPV Aichach-Friedberg

Werlbergerstr. 2

86551 Aichach

info@lpv-aichach-friedberg.de