Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Zauneidechse

Lacerta agilis

Foto: H. Anwander

Foto: H. Anwander

Foto: H. Anwander

Foto: H. Anwander

Die Art

Den Tag mit einem Sonnenbad beginnen, wer will das nicht? Als wechselwarmes Tier ist die Zauneidechse darauf angewiesen, denn sie braucht die Wärme, um auf "Betriebstemperatur" zu kommen. Erst dann kann sie auf Nahrungssuche gehen und sich an Insekten wie Heuschrecken und Käfern heranpirschen.

Zauneidechsen überwintern in einer Art Winterstarre in Erdlöchern und frostfreien Spalten, aus denen sie erst im Frühjahr wieder hervor kriechen. Kalt und träge sind sie scheinbar eine leichte Beute für ihre Feinde wie zum Beispiel Greif- und Rabenvögel. Bis auf eine Eigenschaft: Nach Eidechsenmanier können sie ihren Schwanz an einer 'Sollbruchstelle' abwerfen und so entkommen. Der Schwanz wächst aber teilweise wieder nach.

Lebensraum:
Magerrasen
Größe:
Bis 25 cm lang
Besondere Merkmale:

Die Färbung und Zeichnung der Zauneidechsen ist individuell und sehr variabel mit bräunlicher Grundfarbe und Flecken an den Flanken. Die Männchen sind zur Paarungszeit prächtig grün gefärbt.

Ökologie:

Die Zauneidechse gehört zu den streng zu schützenden Arten der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Das bedeutet, dass geeignete Maßnahmen zum Erhalt der bestehenden Vorkommen getroffen werden müssen und eine Ausbreitung der Art ermöglicht wird. Die Zauneidechse ist vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraums gefährdet: Sie braucht Kleinstrukturen in der Landschaft wie Hecken, Saumstrukturen, Böschungen, Steinhaufen etc.

Schutzstatus:
Rote Liste Deutschland 3, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Anhang IV

Manche mögen's heiß

Der Landschaftspflegeverband Ostallgäu sorgt dafür, dass die Lebensräume der Zauneidechse gepflegt und durch Neuanlage von Hecken wieder vernetzt werden. Auch der eigene Garten kann reptilienfreundlich gestaltet werden. Auf Führungen und in einer Ausstellung informiert der Landschaftspflegeverband über die Zauneidechse, ihre Lebensweise und Bedürfnisse.

Der Landschaftspflegeverband erarbeitete eine Broschüre als Unterrichtsgrundlage für Lehrer. Damit können Schüler an die UrEinwohner-Art und ihren Lebensraum im Unterricht herangeführt werden. Auf Exkursionen wurde dann das theoretische Wissen vertieft. In einem Malwettbewerb konnten die Schüler ihr Wissen und Erlebnisse darstellen. Die schönsten Bilder wurden von einer Jury aus Lehrern und dem Landschaftspflegeverband mit kleinen Sachpreisen prämiert.

Projektstandort:
Ostallgäu
Kampagnenjahr:
2009

Bildergalerie

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Kontakt

Landschaftspflegeverband Ostallgäu e. V.
Schwabenstr. 11
87616 Marktoberdorf

Tel. 08342/911-375
josef.freuding@lra-oal.bayern.de