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Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene (Osmia bicolor)

Die wilde SaBiene - Hausbesetzerin auf der Blumenwiese

Was so exotisch klingt, ist eine von mehr als 500 heimischen Wildbienenarten in Bayern. Das Faszinierende an ihr: sie legt ihre Eier in leere Schneckenhäuser und tarnt diese mit Pflanzenmaterial, das sie aus der Umgebung zusammenträgt. Eine mühsame Arbeit und nur von Erfolg gekrönt, wenn sie verwaiste Schneckenhäuser findet.

Die Mauerbiene kann man vor allem auf schneckenreichen Kalkmagerrasen beobachten, z.B. in den Inn- und Alzauen im Landkreis Altötting. Wie alle Ihre Verwandten braucht sie blütenreiche Wiesen, die durch späte Mahd oder Beweidung erhalten werden müssen. Dafür ist der Landschaftspflegeverband zuständig.

Die Vielfalt der Wildbienen hinsichtlich ihres Aussehens, Verhaltens, Brutbiologie und Nahrungsbedürfnissen ist ein Musterbeispiel für Biodiversität. Die zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene ist nur ein Beispiel dafür. Gemeinsam mit ihren besser bekannten Verwandten, den Honigbienen, bestäuben die Wildbienen unsere Pflanzen. Damit schaffen sie die Grundlage für die Entwicklung der Früchte, die wir ernten und für die Vermehrung der Pflanzen.

Für die wilde SaBiene und ihre Verwandten, wir z.B. Mauer-, Scheren- und Löcherbienen, Gold- und Lehmwespen etc. werden Nisthilfen gebaut und aufgestellt. So lernen Kinder und Erwachsene die Bedürfnisse der Art kennen und können das bunte Treiben der Bienen beobachten.

Für die wilde SaBiene und ihre Verwandten, wie z.B. Mauer-, Scheren- und Löcherbienen, Gold- und Lehmwespen etc. wurden Nisthilfen gebaut und aufgestellt, die den Bienen bei Wohnungsnot Unterschlupf gewähren sollen. So lernten Kinder und Erwachsene die Bedürfnisse der Arten kennen und konnten das bunte Treiben der Bienen beobachten.

Das Projekt startete mit der Ausbildung von 5 Natur- und Landschaftsführern durch einen Wildbienenexperten. Gemeinsamt wurden zwei Unterrichtsangebote für Schulen erarbeitet: Exkursion im Gelände und/oder theoretischer Unterricht mit Bau eines Wildbienenhäuschens. Die Resonanz war überragend: mit 63 Klassen nahmen die Angebote wahr. Neben den Aktionen mit Kindern wurde auch eine Wildbienenführung für Erwachsene auf einer blütenreichen Magerwiese mit einem Wildbienenhaus angeboten.

Um im Landkreis ein sichtbares Zeichen zu setzen, baute der Landschaftspflegeverband ein „Wildbienenhotel“ vor dem Landratsamt Altötting auf und säte eine Wildblumenmischung an. Im Laufe des Projekts meldeten viele verschiedene Stellen Interesse an Wildblumenwiesen und Wildbienenhäusern: So entstanden in einer Grundschule, Friedhofsgärtnerei und auf einer Deponie im Landkreis Wildbienenbiotope. Das Wildbienen-UrEinwohner-Jahr in Altötting wurde mit eine große Abschlussveranstaltung mit 150 Wildbienen-„Fans“ abgerundet.

Mehr Informationen und Kontakt

Landschaftspflegeverband Altötting
Reinhard Klett
Bahnhofstrasse 38
84503 Altötting
Tel: 08671/502-502
E-Mail: Lpvaltoetting.klett@t-online.de

Internet: www.lpv-altoetting.de

Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene
Bildautor: Wolfgang Willner
Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene
Bildautor: Maira Pfeifer
Wildbienenexperte Erwin Scheuchl zeigt den Natur- und Landschaftsführern die faszinierende Vielfalt der Wildbienen im Gelände
Wildbienenexperte Erwin Scheuchl zeigt den Natur- und Landschaftsführern die faszinierende Vielfalt der Wildbienen im Gelände
Natur- und Landschaftsführerin Monika Hager beim spannenden Spiel im Gelände rund um die Wildbiene mit einer Grundschulklasse.
Natur- und Landschaftsführerin Monika Hager beim spannenden Spiel im Gelände rund um die Wildbiene mit einer Grundschulklasse.
Wildbienenparadies – vom Landschaftspflegeverband gepflegter Magerrasen in den Innauen
Wildbienenparadies – vom Landschaftspflegeverband gepflegter Magerrasen in den Innauen