Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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200 Hände für die Berghexe

Die Berghexe

200 Hände für die Berghexe

Über 100 Freiwillige packten mit an, um den Südhang des Hesselbergs in Mittelfranken zu entbuschen.

02. November 2009

"Der Hesselberg hat mir viel gegeben, heute geb ich ihm etwas zurück", erklärte der 70jährige Friedrich Strauß. Er war einer der 100 Freiwilligen, die am Samstag, den 31.10.2009 am Hesselberg Hand anlegten. Der gemeindeübergreifende Aktionstag stand im Zeichen des hochgradig gefährdeten Tagfalters "Berghexe". Mit Motorsägen ging es den Gehölze an den Kragen, die vielen Helfer trugen die Stämme und Äste zusammen, damit sie von Traktoren abtransportiert werden konnten. Am steilen Südhang war das eine anstrengende und schweißtreibende Aufgabe für alle. Das angefallene Gehölz wurde vor Ort gehäckselt und wird in eine Heizanlage in der Umgebung eingespeist. 

Am Hesselberg ist eines von nur zwei Vorkommen der Berghexe in ganz Bayern. Durch die Aktion bekommt der Lebensraum wieder Luft und Licht und statt der Gebüsch können die Berghexe, aber auch Wildbeeren, Enzian und Flachs wachsen.

Die Aktion unter dem Namen "200 Hände für die Berghexe" fand im Rahmen der Kampagne Bayerns UrEinwohner statt und rundete das Projektjahr ab. Das Jahr über gab es zahlreiche Veranstaltungen, Exkursionen für Interessierte, Aktionen für Schüler, um den seltenen UrEinwohner, den Lebensraum und den Hesselberg besser kennenzulernen.

Zur Seite des UrEinwohner-Projektes zur Berghexe geht es hier.