Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Glückswidderchen

Haselmaus

Kopfweide

Bayerns UrEinwohner im Glück

Bayerische Landschaftspflegeverbände bieten Artenschutz zum Mitmachen

15. Mai 2012

Ansbach 15.05.2012. Glückswidderchen, Haselmaus und die Kopfweide gehören zu den neuen bayerischen UrEinwohnern 2012. Die bayerischen Landschaftspflegeverbände starten mit acht Arten das fünfte Aktionsjahr für die heimische Artenvielfalt und den Artenschutz. "Mit der Artenschutzkampagne 'Bayerns UrEinwohner' laden wir die Menschen ein, unsere heimischen Tiere und Pflanzen kennen zu lernen und etwas für ihren Schutz zu tun. Die gemeinsamen Aktionen machen Freude und wecken das Bewusstsein dafür, dass unsere Landschaft Pflege braucht, um ihre Schönheit zu erhalten", so Klaus Blümlhuber, Landessprecher der bayerischen Landschaftspflegeverbände. "Ganz nach unserem Motto: Naturerbe braucht Pflege."

Im Jahr 2012 veranstalten zehn Landschaftspflegeverbände unterschiedliche Aktionen für den Artenschutz der ausgewählten Tiere und Pflanzen. Dazu gehören Pflegeeinsätze, wie das Entbuschen einer Wiese für das Glückswidderchen, Basteln und Aufhängen von Niströhren für die Haselmaus, ein Theaterstück für unscheinbare Insekten mit dem Jungen Theater Augsburg, sowie ein Hörspiel von Doctor Döblingers Geschmackvollem Kasperltheater mit und für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling und vieles mehr.

Die Kampagne wird unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

Drei Beispiele für die Aktionen der Landschaftspflegeverbände (LPV):

Das Glückswidderchen wird der Sympathieträger für die besonnten Steilhänge in den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart. Der besonders farbige Kleinschmetterling ist vom Aussterben bedroht, weil sein Lebensraum zuwächst. In Bayern kommt er vor allem in Mainfranken vor. Mit Pflegeeinsätzen und dem Basteln von Glücksdrachen wollen die Landschaftspflegeverbände auf diese bedrohte Art aufmerksam machen.

Die Haselmaus darf sich im Landkreis Regensburg über neue Niströhren freuen, die der Landschaftspflegeverband Regensburg mit Kindergruppen bastelt und aufhängt. Die Röhren werden regelmäßig kontrolliert und so mit dem Naturerlebnis wichtige Informationen über die Zahl und Verbreitung der Haselmäuse gewonnen.

Die Kopfweide prägt das Landschaftsbild im Schwäbischen Donautal. Die Kopfform entsteht durch das regelmäßige Schneiden der Weideruten, die seit Jahrhunderten als Werkstoff zum Beispiel zum Flechten verwendet werden. Eine Kopfweide kann über 100 Käferarten beherbergen, wie zum Beispiel den gefährdeten Juchtenkäfer. Die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos veranstalten gemeinsam mit dem mooseum Aktionstage für den Schnitt der Kopfweide und Flechten mit Weideruten.


Hintergrund

Die bayerischen UrEinwohner 2012: Glückswidderchen (LPV Würzburg und Mainspessart), Rotvieh (LPV Naturpark Fichtelgebirge), Guter Heinrich (LPV Stadt und Landkreis Hof), Haselmaus (LPV Regensburg), Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (LPV Straubing-Bogen), Feldgrille (LPV Altötting), Kopfweide (ARGE Schwäbisches Donaumoos), Heidegrashüpfer (LPV Ostallgäu), "Underdogs" (LPV Stadt Augsburg).

Bayerns UrEinwohner sind ausgewählte heimische Tiere und Pflanzen. Viele davon sind gefährdet und müssen in ihren Lebensräumen geschützt werden. Die bayerischen Landschaftspflegeverbände engagieren sich für den Schutz der biologischen Vielfalt und unterstützen den Freistaat bei der Erfüllung seiner Naturschutzaufgaben.

Weitere Informationen und Bilder unter www.bayerns-ureinwohner.de

Pressekontakt: Christiane Feucht, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Tel: 0981/4653-3543, E-Mail: feucht[at]lpv.de