Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
headerimage_overlay

Bayerns UrEinwohner im Mittelpunkt - Initiative für Artenvielfalt im Freistaat gestartet

03. April 2008 Christiane Feucht

München/Ansbach, 4.4.2008. - Fränkischer Apollo, Bayerisches Löffelkraut und Flussperlmuschel: So heißen die Stars der neuen Kampagne "Bayerns UrEinwohner", die die bayerischen Landschaftspflegeverbände heute starten. Diese Pflanzen- und Tierarten leben seit langem in Bayern, sind anderswo weitgehend ausgestorben und auch in Bayern gefährdet. Insgesamt 17 "UrEinwohner" in allen Regierungsbezirken stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt von Forschungsvorhaben, konkreten Landschaftspflegemaßnahmen und Projekten der Umweltbildung. Höhepunkt soll eine einwöchige Reise zu Bayerns UrEinwohnern im Sommer sein.

Das Symbol für die Kampagne "Bayerns UrEinwohner" sind schmissige Trachtenhüte mit Schmetterling, Blüte und Federgras. Die beiden ersten Exemplare überreichten Vertreter der Landschaftspflegeverbände heute im Münchener Prinzregententheater an Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und Umweltminister Dr. Otmar Bernhard. Die Staatsregierung stellte dort Einzelheiten der bayerischen Biodiversitätsstrategie vor, zu der die Initiative "Bayerns UrEinwohner" aktiv beitragen soll.

Typisch für die bayerischen UrEinwohnern ist das Bayerische Löffelkraut, das weltweit nur an den Quellen des Voralpenlandes wächst und eine Kostbarkeit der Natur ist. Für diese Art hat Bayern eine besondere, globale Verantwortung. Die Landschaftspflegeverbände kümmern sich um den Erhalt und Schutz der Art, indem sie Vorkommen des Löffelkrauts kartieren, die Wuchsorte mähen, entbuschen und renaturieren. Um auf diese besondere Art aufmerksam zu machen, gibt es ein Figurentheater, das Kindern diesen Naturschatz märchenhaft näher bringt und die Freude am Draußen sein weckt.

Ein anderer UrEinwohner ist der Apollofalter, ein wunderschöner und höchst bedrohter Schmetterling. Er hat die Eiszeiten an wenigen wärmebegünstigten Standorten überdauert und kommt außerhalb der Alpen nur noch auf der Fränkischen Alb vor. Sein Lebensraum sind Kalkmagerrasen und Felszonen, die die Landschaftspflegeverbände durch Beweidung und Entbuschung erhalten. Auf einem "Apollofalterweg", in einer Wanderausstellung und auf Exkursionen können die Menschen den "fränkischen" Apollo kennen lernen.

Schutz und Erhalt der Artenvielfalt gehören zu den Kernaufgaben der Landschaftspflegeverbände. "In den Landschaftspflegeverbänden arbeiten Landwirte, Kommunalpolitiker und Naturschutzfachleute zusammen. Oberstes Prinzip ist dabei die Freiwilligkeit. Zurzeit gibt es in 55 bayerischen Landkreisen solche Landschaftspflegeverbände", erklärt MdB Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege. "Mit der Initiative Bayerns UrEinwohner wollen wir einen neuen Akzent zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern setzen.", so Göppel.

Bilder können auf folgender Internetseite abgerufen werden: http://www.bayerns-ureinwohner.dewww.bayerns-ureinwohner.de

Kontakt:
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V.
Koordinierungsstelle Bayerische Landschaftspflegeverbände
Christiane Feucht, 0163/7735078
Dr. Jürgen Metzner, 0171/5836921
Feuchtwanger Str. 38, 91522 Ansbach
Tel.: +49/(0) 9 81/46 53 - 35 40