Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Comeback des Speierlings

Landschaftspflegeverband Würzburg pflanzt bayernweit erste Allee mit Speierlingen in Obereisenheim

28. März 2014

Ansbach, Würzburg 27.03.2014. In Bayern findet man den Speierling, einen Verwandten Vogelbeere nur noch in Unterfranken. Aus diesem Grund gehört er als unterfränkischer Vertreter zu den ausgewählten Tieren und Pflanzen der Artenschutzkampagne Bayerns UrEinwohner. Der Landschaftspflegeverband Würzburg will diesen vergessenen Baum wieder ins Bewusstsein bringen und pflanzte in Obereisenheim auf einer Gemeindefläche entlang des Radwegs nach Wipfeld die erste unterfränkische Allee aus sieben großen Bäumen. Gepflanzt wurde gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Würzburg Elisabeth Schäfer, Winzern sowie ortsansässigen Bürgern vom Siedler- und Gartenbauverein, die sich auch um die Pflege kümmern werden.

Die gepflanzten, stattlichen Bäume sind etwa 20 Jahre alt, fünf Meter groß und können bereits Blüten und Früchte tragen. Sie zeigen damit an ihrem neuen Standort eine besondere Wirkung auf die Umgebung und bieten ohne zeitlichen Verzug einen Obstertrag, der von einheimischen Edelbrennern genutzt werden kann.

Der Speierling ist eine submediterrane Art und braucht sommerwarmen und trockenen Standorte. Im Mittelalter war der Speierling ein wichtiges Kulturgehölz. Sein Holz wurde für Werkzeug- und Instrumentenbau verwendet, die Früchte sind weiterhin unverzichtbar bei der Herstellung harmonischen Apfelweins, Edelbränden und speziellen Fruchtdelikatessen. Inzwischen ist der reichtragende Obstbaum jedoch zu einer Seltenheit geworden.

Die Pflanzung fand am Mittwoch 26.03.2014 beim Sportgelände Obereisenheim am Radweg in Richtung Wipfeld statt.

Kontakt: Hubert Marquart, LPV Würzburg, Tel. 0931/8003-209, h.marquart@lra-wue.bayern.de