Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Der schönste Acker im Landkreis Forchheim ist gefunden

Preis für den ökologisch wertvollsten Kalkscherbenacker verliehen

05. August 2009 Christiane Feucht

Der schönste Acker wird von Bio-Landwirt Walter Haslbeck aus Götzendorf bewirtschaftet. 55 Arten von Wildkräutern waren dort zu finden. Neben der bunten Blütenpracht sind auch viele gefährdete Arten anzutreffen, ein weiteres Kriterium für die Auswahl. Allen voran ist das Sommer-Adonisröschen zu nennen. Aber auch der dort vorkommende Rote Zahntrost, der Blaue Gauchheil und der Ackerkohl sind selten gewordene Arten konnten auf den Flächen von Herrn Haslbeck entdeckt werden. Herr Haslbeck bekam dafür einen Preis und eine Urkunde von Vertretern des Landschaftspflegeverbandes überreicht.

Sowohl die Intensivierung der Landwirtschaft als auch die Aufgabe von Ackerflächen bedrohen die Wildkräuter. In Bayern werden derzeit rund 90 Arten als gefährdet eingestuft. Darunter sind 14 Arten bereits verschollen oder ausgestorben.

Kalkscherbenäcker, wie sie auf den Hochflächen der Frankenalb zu finden sind, bieten Lebensraum für eine Reihe von seltenen Ackerwildkräutern. Auch das Sommer-Adonisröschen, die Leitart des Projektes, kommt auf diesen meist trockenen, nährstoff- und kalkreichen Standorten vor.

Der Wettbewerb wurde im Rahmen des Projektes "Scherben bringen Glück - Artenvielfalt auf Kalkscherbenäckern im Landkreis Forchheim" vom Landschaftspflegeverband Forchheim ausgerufen. Damit wurde auf die Gefährdung der Ackerwildkräuter aufmerksam gemacht. Das Projekt ist Teil der Artenschutzkampagne Bayerns UrEinwohner der bayerischen Landschaftspflegeverbände und des Bayerischen Staatministeriums für Umwelt und Gesundheit.


Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.