Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Die Kampagne geht auch 2010 weiter!

Bayerns UrEinwohner schützen - Aktiv für die heimische Artenvielfalt

18. Januar 2010 Chrisitiane Feucht

Im UN Jahr der Biodiversität 2010

Die Artenschutz-Kampagne der bayerischen Landschaftspflegeverbände geht 2010 weiter, unterstützt vom Bayerischen Umweltministerium und Kindermusiker DONIKKL

Ansbach, 15.1.2010. Aktiv und kreativ für Artenschutz: Im UN Jahr der Biodiversität rücken die bayerischen Landschaftspflegeverbände die heimische Arten als "Bayerns UrEinwohner" wieder in den Mittelpunkt. Mit bunten und ungewöhnlichen Aktionen werden die Landschaftspflegeverbände in allen Regionen für den Schutz ihrer heimischen Stars der Natur werben und ihre Lebensbedingungen verbessern.

Auch 2010 unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Kampagne mit 280.000 Euro. "Der Freistaat setzt bundesweit Maßstäbe für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Kampagne Bayerns UrEinwohner bringt den Menschen die heimische Natur näher. Sie macht Artenschutz für Jung und Alt erlebbar", so Dr. Markus Söder, Umweltminister.

Einen prominenten Unterstützer der Kampagne haben die Landschaftspflegeverbände gewinnen können: Andreas Donauer alias DONIKKL, der Kopf von Deutschlands erfolgreichster Kindermusik-Band "DONIKKL und die Weißwürschtl". "Mit Humor, innovativen Ideen und viel Interaktion lassen sich Kinder leichter für wichtige Themen wie den Naturschutz begeistern. Deswegen finde ich den Ansatz von Bayerns UrEinwohner richtig, Artenschutz mit Kreativität und Spaß zu vermitteln und unterstütze die Landschaftspflegeverbände dabei", so DONIKKL.

Die UrEinwohner-Arten 2010 werden im März bekannt gegeben. Der thematische Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne liegt auf dem Schutz der genetischen Vielfalt. Die Landschaftspflegeverbände in Bayern setzen sich in den Regionen für den Erhalt der wildlebenden Arten, als auch der Kulturarten, wie Obstsorten ein. Sie führen 70% aller Naturschutzmaßnahmen im Freistaat durch. "Damit erhalten wir unsere heimischen Arten und Lebensräume, auch als "Genreserve" für die Zukunft", so Klaus Blümlhuber, Landessprecher der bayerischen Landschaftspflegeverbände.

ßber 40% der Tier- und Pflanzenarten sind laut den bayerischen Roten Listen im Freistaat gefährdet. "Diese Zahlen sind alarmierend. Damit können wir die Ziele der Biodiversitätskonvention für dieses Jahr nicht erreichen. Neben verstärkten Schutzmaßnahmen muss aber auch die Wertschätzung der Arten in der Bevölkerung gesteigert werden. Nur so stellen wir Artenschutz auf eine breite und stabile Basis", so Blümlhuber. "Jede Art ist auch ein Stück Heimat. Mit unserer Kampagne bringen wir die bayerischen UrEinwohner in die Köpfe und in die Herzen der Menschen."

In den zwei Kampagnenjahren 2008 und 2009 initiierten die Landschaftspflegeverbände Aktionen in über 150 Gemeinden. Dabei wurden zum Beispiel neue endemische Mehlbeerarten in Mainfranken entdeckt. Eine große Zahl freiwilliger und interessierter Menschen haben sich an den Aktionen der Kampagne beteiligt: Allein 100 Helfer entfernten Gehölze auf dem Magerrasen am Hesselberg an einem gemeindeübergreifenden Aktionstag für die Berghexe in Mittelfranken. Das Hörspiel "Kasperl und das Löffelkraut" und das Vorlese-Malbuch "Oskar und Augustin" erfreuten sich überregionaler Beliebtheit bei kleinen und großen Naturinteressierten. Ein Kinderkonzert von Donikkl mit einem neuen Hit über den Laubfrosch begeisterte mehr als hundert Kinder und Erwachsene.

Bayerns UrEinwohner sind heimische Tiere und Pflanzen. Für einige Arten z.B. Hirschkäfer, Auerhuhn und Laubfrosch trägt Bayern eine europäische, für endemische Arten, wie das Bayerische Löffelkraut sogar eine weltweite Verantwortung. Die Arten sind gefährdet und müssen deswegen in ihren bayerischen Lebensräumen besonders geschützt werden.

Weitere Informationen und Bilder unter www.bayerns-ureinwohner.de

Kontakt: Christiane Feucht, Deutscher Verband für Landschaftspflege,

Tel: 0981/4653-3543, E-Mail: feucht(at)lpv.de