Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Lachkrämpfe für die Landschaftspflege - Hörspiel um Bayerisches Löffelkraut im BR 2 radio mikro

20. Februar 2009 Christiane Feucht

Ansbach/München/Ebersberg, 20.2.2009. Das Hörspiel "Kasperl und das Löffelkraut" wird am 23. und 24. Februar um 18.30 Uhr im BR Kinderfunk (Bayern 2) in zwei Teilen gesendet. Mit einem Hörspiel werben die bayerischen Landschaftspflegeverbände für den Schutz der heimischen Arten. Das bayerische Kult-Duo "Doctor Döblingers geschmackvolles Kasperltheater" erzählt eine groteske und äußerst lustige Geschichte über das seltene Bayerische Löffelkraut. In dem Stück tritt die Kabarettistin Luise Kinseher als Gastsprecherin auf. Das Kasperllied stammt von Volksmusikant Christoph Well (Biermösl Blosn).

Das Hörspiel erscheint in der Hörspielreihe "Doctor Döblingers Kasperlhörspiele", zu der seit 2006 zahlreiche groteske Märchen für die ganze Familie gehören, die sich zunehmend bundesweit verbreiten und im BR-Kinderfunk ausgestrahlt werden. "Die bayerische Form des Dadaismus. Für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen geeignet" schreibt die Süddeutsche Zeitung. Und der Münchner Merkur kommentiert "Wie immer ein großer Spaß, den man unter Naturschutz stellen sollte".

Luise Kinseher ist als eigenwillige Landschaftspflegerin in Gestalt der Fee Endorfine zu hören. Anders als man sich Landschaftspfleger gemeinhin vorstellt, beschützt sie das weltweit nur im bayerischen Alpenvorland vorkommende Löffelkraut mit albernem Charme. Die spannende Geschichte dreht sich unter anderem darum, ob sich mit Löffelkraut ein landkreisweiter Lachkrampf zaubern oder sich Seppls Schluckauf heilen lässt.

"Das ist ein Spaß für Kinder wie Erwachsene", findet Klaus Blümlhuber, Landessprecher der Bayerischen Landschaftspflegeverbände. Das Löffelkraut, dem in dem Hörspiel unter anderem eine Hexe, ein Zauberer und ein Wachtmeister auf der Spur sind, spielt zwar nur eine stumme Nebenrolle in dem Artenschutz-Abenteuer. "Dennoch wird niemand, der dieses Hörspiel genossen hat, diese Pflanzenart jemals vergessen", so Blümlhuber. Das Hörspiel sei deshalb ein "leuchtendes Beispiel für Umweltbildung ohne erhobenen Zeigefinger".

Handlung, Humor und Musik prägen sich in den Köpfen ein, obwohl das Bayerische Löffelkraut (Cochlearia bavarica) mit ihren kleinen, grünlich weißen Blüten, eine sehr unscheinbare Art ist. Sie wächst weltweit nur an 19 Stellen im Alpenvorland: an gut belichteten Quell- und Bachufern im Glonntal (Lkr. Ebersberg), im Kupferbachtal bei Aying (Lkr. München Land) und im Allgäu. "Sie ist ein echter bayerischer Ureinwohner", so Blümlhuber. "Wir können darauf stolz sein, müssen aber gleichzeitig unsere Verantwortung erkennen." Dazu gehöre der Schutz der Quellen (das Löffelkraut braucht schnell fließendes und klares Wasser) und eine regelmäßige Pflege der Bachufer (zu viel Schatten verträgt das Kraut nicht).

Die örtlichen Landschaftspflegeverbände Ebersberg und München-Land kümmern sich deshalb darum, dass Landwirte Bachufer und Wiesen regelmäßig mähen und Büsche entfernen. Außerdem versetzen sie ausgebaute Bäche im Verbreitungsgebiet des Löffelkrauts wieder in einen natürlichen Zustand. Sie haben das Hörspiel-Projekt initiiert, um auf den einzigartigen bayerischen UrEinwohner aufmerksam zu machen.

Das Hörspiel "Kasperl und das Löffelkraut" entstand im Rahmen der Kampagne "Bayerns UrEinwohner" der bayerischen Landschaftspflegeverbände. Dabei standen im Jahr 2008 insgesamt 17 seltene, typisch bayerische Arten im Mittelpunkt. Die Kampagne wurde vom Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit unterstützt und wird 2009 weitergeführt.

Das Hörspiel ist im Buch- und CD-Handel erhältlich:
"Kasperl und das Löffelkraut",
Hörspiel-CD für Kinder, 60 Minuten
Von Josef Parzefall und Richard Oehmann
Mitwirkende (u.a.): Luise Kinseher, Christoph Well, Tim Buritza Radio Show
Preis 12,95 EUR
Katalog-Nr. 943.0022.2
ISBN 978-3-937563-28-2

Kontakt:
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V.
Christiane Feucht
Tel. 0981/4653-3543
Feuchtwanger Str. 38, 91522 Ansbach
feucht(at)lpv.de

Informationen und Bilder zur Kampagne gibt es unter www.bayerns-ureinwohner.de