Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Nach der UN-Naturschutzkonferenz: Worten müssen Taten folgen - Bayerische Landschaftspfleger aktiv für Artenvielfalt

06. Juni 2008 Christiane Feucht

Wo die wilden Pferde weiden - Kinder, Schäfer und Minister besuchen Bayerns UrEinwohner

Augsburg, Ansbach, 9.6.2008. Zum Ende der UN-Naturschutzkonferenz präsentieren die Landschaftspflegeverbände ihre Artenschutz-Kampagne "Bayerns UrEinwohner" in Augsburg. Sie machen damit auf Ihre Aktivitäten zum Schutz der heimischen und gefährdeten Arten im Freistaat aufmerksam. "Beim Schutz der Biodiversität müssen wir global denken und lokal handeln", so Umweltminister Dr. Otmar Bernhard. "Wir brauchen passgenaue Strategien, vorbildlich ist hier die Initiative 'Bayerns UrEinwohner.' Der Bayerische Umweltminister Dr. Otmar Bernhard besuchte zusammen mit Schulkindern und einem Schäfer die bayerischen UrEinwohner der Lechauen: die Wildpferde. Das Wildpferd ist eines von 17 bayerischen UrEinwohnern, die von den Landschaftspflegeverbänden in diesem Jahr ausgewählt wurden.

"Die bayerischen Landschaftspflegeverbände sind ideale Partner bei der Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie," bestätigt Klaus Blümlhuber, Landessprecher der Landschaftspflegeverbände in Bayern, "denn die 51 Landschaftspflegeverbände setzen bereits heute 2/3 der Naturschutzmaßnahmen im Freistaat um." MdB Josef Göppel, Vor-sitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege erklärt das Erfolgsrezept: "Landschaftspflegeverbände arbeiten auf freiwilliger Basis mit Kommunen, Landwirten und Naturschützern zusammen. Gemeinsam und im Konsens setzen wir uns für den Erhalt der biologischen Vielfalt unserer Landschaften ein."

Die Wildpferde und die biologische Vielfalt der Lechauen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Archäologische Funde aus der Jungsteinzeit beweisen es: Früher weideten Wildpferde auf den waldfreien Flächen der Lechauen. Sie gehörten zu den häufigsten Beutetieren der Steinzeitmenschen und sind inzwischen europaweit ausgestorben. Die drei heute in Augsburg weidenden Pferde sind Verwandte der bayerischen Wildpferde. Die sympathischen Tiere halten neben Rothirschen die Kiefernwäldern auf den Flussschottern des Lechs offen. Sie tragen dadurch bei, die lichtliebenden Arten wie Orchideen, Rauer Alant, Ochsenauge oder Karthäuser Lichtnelke zu erhalten.

"Bayerns UrEinwohner" sind 17 Tier- und Pflanzenarten mit besonderer regionaler Bedeutung für die Artenvielfalt in Bayern. Neben konkreten Artenschutzmaßnahmen machen die Landschaftspflegeverbände die Arten mit vielfältigen Aktionen für alle bekannt und erlebbar. Die Kampagne wird unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen und Bilder unter www.bayerns-ureinwohner.de

Kontakt:
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V.
Koordinierungsstelle Bayerische Landschaftspflegeverbände
Christiane Feucht, Dr. Jürgen Metzner
Tel. 0981/4653-3540, Mobil: 0176/64836245
Feuchtwanger Str. 38, 91522 Ansbach