Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Urige Vielfalt in unseren Landschaften

Internationaler Tag der Artenvielfalt 21.5.: Bayerns UrEinwohner brauchen Landschaftspflege

20. Mai 2011

Ansbach 20.05.2011 Die Gelbbauchunke laicht, der Kaisermantel verpuppt sich und der Schwarzstorch brütet - es tut sich etwas in der Natur. Die heimischen Tiere und Pflanzen machen die Lebendigkeit unserer Landschaften aus. Ihre Vielfalt freut nicht nur den Naturliebhaber, sondern sichert auch unsere Lebensgrundlage beispielsweise bestäuben Insekten unsere Pflanzen und Muscheln reinigen das Wasser unserer Bäche. Nicht zuletzt tragen sie zur Schönheit unserer Landschaften bei. Mit Bayerns UrEinwohnern machen die bayerischen Landschaftspflegeverbände ausgewählte Arten sichtbar. Mit zahlreichen Aktionen, wie der Bau eines Freiluftmobilés für den Kaisermantel und der Ausrichtung eines Schafkopfturniers für den Schwarzstorch machen sie auf die vielfältigen, bunten und urigen Arten aufmerksam. Die heimischen Tiere und Pflanzen brauchen Pflege um dauerhaft bei uns leben zu können, dafür setzen sich die Landschaftspflegeverbände bayernweit ein.

Die Gelbbauchunke ist in Bayern stark gefährdet und braucht naturnahe Bachufer zum Laichen. Der Kaisermantel ist der größte Perlmutterfalter in Deutschland und lebt an strukturreichen, lichten Waldrändern. Der Schwarzstorch ist ein heimlicher Bewohner unserer Wälder, der seine Nahrung auf feuchten Wiesen und in natürlichen Bächen sucht. Landschaftspflegeverbände organisieren beispielsweise die Pflege von artenreichen Wiesen, strukturreichen Hecken und renaturieren Gewässer. Sie erhalten damit die Lebensräume der heimischen Arten.

Als eine der ersten Aktionen der Kampagne startet am 21.5. die Kartierung der Nester der Roten Waldameise durch den Landschaftspflegeverbands Altötting gemeinsam mit Förstern und Imkern. Die Waldameise nimmt eine Schlüsselfunktion im Waldökosystem war, in dem sie Schädlinge vertilgt und zur Verbreitung von Pflanzen beiträgt. Die Beteiligten tragen daher Sorge, dass die Ameisen geeignete Standorte für ihre Nester finden und diese geschützt und gepflegt werden.

Bayerns UrEinwohner sind ausgewählte heimische Tiere und Pflanzen. Viele davon sind gefährdet und müssen in ihren Lebensräumen geschützt werden. Die bayerischen Landschaftspflegeverbände engagieren sich für den Schutz der biologischen Vielfalt und unterstützen die Bayerische Biodiversitätsstrategie des Freistaats. Die Kampagne wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

Kontakt: Christiane Feucht, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Tel. 0981/4653-3543, Email: feucht(at)lpv.de