Deutscher Verband für Landschaftspflege - DVL e.V.
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Zu Besuch bei Bayerns UrEinwohnern in Augsburg

10. Juni 2008

Augsburg, 9.6.2008

Die bayerischen Landschaftspflegeverbände veranstalteten einen Besuch bei den Wildpferden - den bayerischen UrEinwohnern in Augsburg. Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch die Lechheiden erklärten Kinder dem bayerischen Umweltminister Dr. Otmar Bernhard die Artenvielfalt. Im Gespräch mit einem Schäfer, der seine Herde über die Lechheiden führte, wurden die aktuellen Probleme der Schäferei angesprochen.

Der Landschaftspflegeverband stellte sein UrEiwohner-Projekt vor: ein Vorlese- und Aktionsbuch über die Abenteuer des Wildpferds Oskar und des Augsbuger Marienkäfers Augustin. Artenkenntnis war gefragt, bei der Malaktion eines Bildes aus dem Kinderbuch. Welche Farbe hat das Brillenschötchen, die Karthäuser Lichtnelke und der Wiesensalbei?

Während den Grußworten von Umweltminister Berhard, dem Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und dem Vorsitzenden des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege MdB Josef Göppel vor dem Wildgehege rief ein Kuckuck aus dem Wald und die neugierigen Wildpferde zeigten ihren Bewegungsdrang.

Auszug aus der Rede des bayerischen Umweltministers Dr. Otmar Bernhard

"Der Trachtenhut der Landschaftspflegeverbände in Bayern will andere UrEinwohner Bayerns behüten, die unsere "Hut", unseren Schutz sehr nötig haben. Es geht um Tier- und Pflanzenarten, die nur in Bayern vorkommen, gefährdet sind und deren Aussterben weltweit einen unwiederbringlichen Verlust bedeuten würde.

Wir haben deshalb die große Welt-Naturschutzkonferenz als Anlass und Ansporn genommen, unsere bayerischen Bemühungen zum Schutz der

Artenvielfalt neu zu durchdenken, zu ergänzen und fortzuentwickeln, vor allem aber auch den Bürgerinnen und Bürgern nahezubringen.

Unter dem Namen "Natur.Vielfalt.Bayern" haben wir Anfang April eine eigene Bayerische Biodiversitätsstrategie beschlossen.

Wir sind ein wenig stolz, dass Bayern das einzige Bundesland ist, das über die Nationale Strategie der Bundesregierung hinaus eine eigene Strategie entwickelt hat, die der Besonderheit unseres Landes, unserer bewährten fachlichen Praxis und unserer nachhaltigen politischen Überzeugung am besten gerecht wird.

Wir haben schon immer die Bewahrung unserer bayerischen Heimat, ihrer intakten Natur- und Kulturlandschaft, in den Mittelpunkt gestellt.

Wir setzen in Bayern in unserer Naturschutzpolitik seit jeher auf die Zusammenarbeit von Nutzern und Schützern. Wir wollen effektiven Schutz und nachhaltige Nutzung verbinden, in freiwilliger, eigenverantwortlicher Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Pionier und Musterbeispiel für diese Zusammenarbeit sind die Landschaftspflegeverbände. Sie stehen durch ihren Aufbau, ihre Struktur und ihre verdienstvolle Arbeit beispielhaft für dieses Prinzip der Kooperation, für die Erkenntnis, dass der Schutz von Natur und Umwelt nur gemeinsam mit den beteiligten und betroffenen Menschen gelingen kann.

Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz arbeiten hier einvernehmlich und gleichberechtigt zusammen, und ihr Erfolg beweist, wie richtig dieser Weg ist."